
Mai 2010
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.Hebräer 11, 1
Im Strassenverkehr sind Ampeln eine geniale Erfindung. Lichtsignale und Farben regeln an unübersichtlichen gefährlichen Stellen den Strassen-, Fussgänger- und Schienenverkehr.
Bei “Grün“ fahren bzw. gehen die Verkehrsteilnehmer zuversichtlich über die Strasse oder Kreuzung in der festen Gewissheit, die anderen werden es - gerade jetzt - nicht tun. Wer “Rot“ hat - muss halten.
Die Gelbphase ist eine Grauzone, obwohl es auch hier eine klare Regelung gibt: “Kreuzung räumen“.
Alle Verkehrsteilnehmer vertrauen den Signalen einer Ampel. Sie
haben in dem Augenblick nicht die totale Übersicht und den Durchblick über die Gesamtsituation, deshalb folgen sie den Signalen. Nicht
zuletzt auch deshalb, weil es hierzu feste Regeln gibt, die international und weltweit gelten.
Ab und zu geschieht aber auch das, dass ein Verkehrsteilnehmer ein Signal übersehen hat und andere in Folge dessen in Mitleidenschaft hineingezogen werden. Das ist aber die Ausnahme.
An einer Ampel vertraut jeder Verkehrsteilnehmer vielen anderen Verkehrsteilnehmern, dass sie sich an die “Abmachung“ halten, obwohl er persönlich sie nicht alle wahrnimmt und damit auch nicht sieht.
Dieses "Ampelbild“ erklärt mir vieles von dem, was in unserem Vers oben gemeint ist. Der Glaube ist keine nebulöse Sache („ich weiß es nicht, vielleicht, mal sehen, lassen wir uns überraschen, Glauben heißt nicht Wissen, etc.“), sondern vertrauen auf Jesus und darauf, was ER gelebt, gelehrt und seinen Nachfolgern zugesichert hat. Glaube an Gott hat Ewiges Leben zum Ziel (Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen) und dieses fängt nicht erst nach unserem Tod an, sondern heute schon.
Heute schon dürfen wir mit Gott leben, ihm vertrauen lernen - auch wenn es manchmal den Anschein hat, dass es sich nicht lohnen würde, weil sich fast keiner mehr an Gottes “Spielregeln“ hält.
Weil Gottes Herrschaft in dieser Welt noch nicht endgültig angebrochen ist, werden wir ermutigt im Glauben “festzustehen“.
Zuversichtlich, vertrauensvoll Gottes Signalen zu folgen und uns weder davon abbringen noch verunsichern zu lassen.
Jakob J.