Gemeinde helfen Gemeinden über Kontinente hinweg

Ein lang gehegter Wunsch geht für die Mennonitengemeinde in Nkwanta / Ghana in Erfüllung. Das Provisorium hat ein Ende. Zu Ostern können sie ihre Pavillonkirche einweihen. Mit viel Eigeninitiative und der finanziellen Unterstützung unserer Gemeinde war es ihnen möglich, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Jetzt können sie auch in der Regenzeit Gottesdienste feiern.

Der Weg dahin war lang. Michael Badusu, Bischof der Ghana Mennonite Church, berichtete bei seinem Besuch im Sommer 2004 bei uns von den Missionserfolgen in der nördlichen Voltaregion. Viele Menschen waren zum Glauben gekommen und hatten sich den Mennonitengemeinden angeschlossen. Der Wunsch nach eigenen Kirchen wurde geäußert.

Der Bericht fiel hier auf fruchtbaren Boden. Doch bereits zugesagte Unterstützungen für Missionsprojekte für Straßenkinder in Russland banden unsere Mittel. Wenn wir schon ein Missionsprojekt unterstützen, dann sollte dies auch mit Engagement geschehen. Es dauerte noch drei Jahre bis das laufende Missionsprojekt so weit abgeschlossen war, das wir als uns an ein neues Projekt wagten. Die Gemeindeversammlung entschied 2007 mit der Unterstützung und der Zusammenarbeit mit Ghana anzufangen. Wir als Gemeinde wollten den Mennoniten in Ghana helfen eine Kirche zu bauen, wurde doch auch uns 1954 beim Bau unseres Gemeindehausen vielfach geholfen.

Der Anfang verlief schleppend. Was konnte wann und wo realisiert werden? Welcher Finanzrahmen war möglich? Was musste vor Ort in Ghana alles bedacht werden und noch viele weitere Fragen mussten erst geklärt werden. Wunsch und Möglichkeiten klafften noch weit auseinander. Um die Zusammenarbeit zu optimieren bildeten wir einen Arbeitskreis, der in enger



Zusammenarbeit mit dem Mennonitischen Hilfswerk all diese Fragen klärte. Ein Kompromiss wurde gefunden. Die Kirche sollte als offener Pavillon gebaut werden. Damit die Pavillonkirche nicht durch die immer wiederkehrenden Überschwemmungen während der Regenzeit geschädigt wird, wurde der Bau anstelle von Holz, als tragende Stützen, in Beton ausgeführt. Dies verteuerte das ganze zwar, ist aber für die Zukunft viel besser.

Die Mennoniten in Nkwanta begannen sofort nach der Zusage mit dem Bau. Parallel dazu überlegten wir uns in Backnang, wie wir das Missionsprojekt bekannt machen konnten. Wir nutzen den alljährlich in Backnang stattfindenden Weihnachtsmarkt als Plattform. Der Erlös vom Verkauf war für Ghana bestimmt und durch Bilder und Flyer machten wir auf unser Missionsprojekt aufmerksam. Zusätzlich nutzten wir auch unser Sommerfest mit einer Tombola zu Gunsten der Mennoniten in Ghana um so noch mehr Menschen für unser Missionsprojekt zu begeistern. Regelmäßig berichtet der Arbeitskreis Ghana über den Baufortschritt der Pavillonkirche. Mit Bildern, die wir aus Nkwanta erhielten, konnte anschaulich der Baufortschrift verfolgt werden.

Zur Einweihung der Pavillonkirche werden Jakob Janzen und Matthias Bachmann, gemeinsam mit Christoph Landes vom Mennonitischen Hilfswerk, die Geschwister in Ghana besuchen. So wollen wir die Zusammenarbeit noch enger gestalten. Der Besuch führt auch nach Damanko, der nördlichsten Mennonitengemeinde im Voltagebiet. Auch diese Gemeinde wünscht sich eine Pavillonkirche. Das Fundament steht schon. Von unserer Gemeinde in Backnang kommt ein positives Signal der Hilfe. Die Gespräche vor Ort werden zeigen wie diese Hilfe realisierbar sein wird. Wir wünschen uns zukünftig einen noch intensiveren Austausch das Miteinander.

Günther Krüger